Aktualisiert: 03.05.2006   DruckenKontakt oder Feetback

Frauen und Boxen

Anke Müller ist die erste Ringrichterin Deutschlands!

Anke Mueller

Außerdem ist sie Punktrichterin, Besitzerin eines Trainerscheins, Geschäftsführerin des Vereins BC Troisdorf 48 e.V., die Frauenbeauftragte des MABV und Trainerin für das Projekt „ Wir werden stark”, ein Anti-Aggressivitäts-Training zur Änderung des Sozial- und Konfliktverhaltens bei Kindern und Jugendlichen. Grund genug, mit dieser bemerkenswerten Frau ein Interview zu führen.

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Deutsche Vize-Meisterin schlägt Schweizer Meisterin!

Bericht von Max Herfert,

Reutlingen 25. Februar 2004
Fatma Akyuez

Überlegen gewann die Deutsche Vizemeisterin Fatma Akyüz vom VfL Pfullingen am letzten Sonntag in Basel gegen die Schweizer Meisterin Dina Burger. Die Pfullinger Boxerin startete zu Einladungskämpfen mit einem sehenswerten Kampf im Bantamgewicht. In dem 4-rundigen Messen hatte das Pfullinger Energiebündel die einen Kopf größere Schweizerin zweimal am Boden und gewann klar und verdient nach Punkten.




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Frauen und Boxen [Quelle: Seite aus: Bertram Job: „Boxen”, Feierabend-Verlag, Berlin, 2003 ISBN 3-936761-03-5]

Natürlich steckt meine Sportart noch in den Anfängen und hat deshalb manchmal Qualitätsprobleme. Aber wenn ich mir ab und zu mal so ein komplettes Rahmenprogramm bei den Männern anschaue, sehe ich oft derart katastrophale Leistungen und so schlampige, untrainierte, unästhetische Athleten, dass ich davonlaufen möchte. Aber da sind wir wieder bei den doppelten Standards: Bei den Männern nennt man das eben Aufbaugegner – bei uns heißt es einfach: die ist unfähig.”



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Frauenboxen und Machogekreische:

Willkommen in der Vergangenheit!

Das Thema „ Frauen und Boxsport ” kann in unseren Tagen durch drei grundsätzliche Merkmale umschrieben werden:

PfeilchenErstens kommen boxende Frauen in den historischen Betrachtungen der Print- und e-Medien fast nie vor.

PfeilchenZweitens gibt es immer ein Mordsgeschrei, wenn sich Frauen sogenannte Männerdomänen erobern.

PfeilchenDrittens folgt das ganze Phänomen einem immer gleichen Muster. Seit Jahrhunderten!

Ich kann mich noch gut an meine Jugendzeit erinnern, als ich Florettfechten betrieb. Damals war es uns verboten, mit Degen und Säbel zu fechten. Das Florett ist („nur”) eine Stichwaffe, der Säbel eine Hiebwaffe; der Degen ist beides. Die Begründungen für das Verbot habe ich schon als Jugendliche nicht verstanden:

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Ein Mann engagiert sich für das Frauenboxen:

Über Hindernisse, Stolpersteine, Vorurteile und Betonköpfe

Interview mit André Wiechens

Andre

dem Gründer des ersten Frauenboxportals www.frauenboxen.net AW: André Wiechens,
FK: Franziska Kelly









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Olympisches Boxen nur für Männer?

Diskriminierung von Amateurboxerinnen auf internationaler Ebene.

Amateurboxerinnen werden nicht nur hierzulande (die Zeitschrift BoxSport berichtete mehrfach), sondern auch weltweit diskriminiert. Eine grundsätzliche Diskriminierung ist die Nicht-Zulassung boxender Frauen zur Olympiade. Boxen dürfen da nur Männer. Aber auch das ist nicht so selbstverständlich! Ein kurzer Rückblick in die Olympia-Geschichte des Boxens macht es deutlich

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„Wir werden es Euch allen noch zeigen”!

Über die Diskriminierung von Amateurboxerinnen und die 1. Boxmeisterschaft der Frauen in Deutschland.

Julia A. Treptow Foto (c) Julia A. Treptow Von links: Susi Kentikian (16 Jahre) im Sparring mit Ina Menzer

Boxende Frauen werden oft belächelt, gehänselt, nicht selten als Zicken oder Lesben beschimpft und selbst nach guten und erfolgreichen Kämpfen mit abwertender Berichterstattung „belohnt”. Das gilt für den Bereich des Profi-Boxens. Der ist öffentlich bekannt. Und dort sieht es vergleichsweise noch gut aus! Wer sich jedoch mit den Amateurinnen, beschäftigt, kann im ersten Moment kaum glauben, was hier geschieht; besser: nicht geschieht.

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Wann wird Frauenboxen olympisch?

Kommentar zum Status Quo

In Deutschland hat man an boxenden Frauen wenig Interesse. Es sei denn! …man kann einzelne Frauen im Sinne des „ Human-Kapital ” – am besten noch reduziert auf die Bereiche „ Sex & Erotics ” – verwenden. Das gilt für die Profi-Abteilung.

An den Amateurinnen besteht definitiv kein Interesse. Das klingt aus sportlicher und sport-politischer Sicht zwar unlogisch, ist aber wahr. Offensichtlich haben hierzulande noch zu viele Männer mit althergebrachten Ansichten in Verbänden und Medien das Sagen. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, doch davon gibt es noch viel zu wenige. Platte Vorurteile und ebenso platte Stereotypen in der Öffentlichkeit tun ein übriges. So war und ist es kein Wunder, dass eine der weltbekanntesten Boxerinnen in ihrer Biographie lakonisch feststellt

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