„Ich weiß gar nicht, wieso der umgefallen ist!?” (irgendeine angemalte Promi-Tussi in Designerklamotten, vor laufender ZDF-Kamera, nachdem W. Klitschko nach ca. 100 Sekunden Fabio Moli kurzerhand einen Bangout verpasst hatte)
Aktualisiert: 25.06.2008   DruckenKontakt oder Feetback

Vorsicht Glosse

Fußball: Männer, Frauen, Vorurteile …

Ich liebe Fußball! Seit meiner Kindheit. Als sich andere Mädchen für Schminktechniken zu interessieren begannen und ihr Taschengeld für die einschlägigen Zeitschriften zu Schönheit, Mode und anderes mehr ausgaben, kaufte ich mir den „Kicker“. Ich wollte schließlich gewappnet sein! Für die Diskussionen am Wochenende mit Papa (Bayernfan) und Onkel (Hamburg-Fan). Ich war damals für Mönchengladbach. Und bei den Diskussionen hatte ich immer die Nase vorn. Pah!

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Wir sind Weltmeisterin!

Unsere Frauen haben die WM in China gewonnen. Deutschland ist Fußball- Weltmeisterin! Sogar BILD titelte mit dem berühmt berüchtigten "in". Soll noch einer sagen, die seien nicht lernfähig. In der Tat können sie endlich Männleins von Weibleins unterscheiden.

Und unsere kickenden Frauen lieferten ein Spiel vom Feinsten ab. 2:0 gegen Brasilien!

Doch natürlich konnten sich einschlägig bekannte Machos das übliche Geplapper nicht verkneifen. So soll der schauspielernde Muskelprotz Ralf Möller gesagt haben:

"Das ist deutsche Frauen-Power. Ich bin stolz, dass wir diese Mädels haben. Sie waren nicht nur die besten Fußballerinnen, sondern auch die schönsten Frauen des Turniers."

Der inzwischen halb mumifiziert aussehende Playboy Rolf Eden meinte dies:

"Diese Damen sind nicht nur hübsch und klug, sondern sind als Team einfach unschlagbar!"

Noch Fragen? Eigentlich nein. Aber Antworten! Denn jetzt endlich begreift man es: Unsere Männer sind nicht Weltmeister geworden, weil die Italiener die hübschesten Jungs haben.

© Franziska Kelly

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Das Herrlein-Wunder im Ring:

Immer stärker, immer schöner!

Jetzt geht es rund im Profi-Boxen der Männer! „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?”

Frau mag ja übers Männerboxen denken wie frau will. Aber eines steht fest: die Jungs sind auf dem Vormarsch. Und sie sind ganz schön sexy, diese jungen Herren!

Jetzt geht es rund im Profi-Boxen der Männer!

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?

Rex Strohlich hat es vorgemacht. „ Es war ein langer Weg ”, sagt er selbst. „ Ich war ein Vorreiter. Die Frauen haben mir das nicht zugetraut. Aber nun kommen immer mehr gute Boxer aus dem Amateurbereich nach.

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Da saß also so ein selbstherrlicher Mann...

... (der Bürgermeister von Kiew auf der Pressekonferenz 1998, als W. Klitschko gegen Purity verlor, Anm. FK) und hatte einfach keinen Bock, das Podium mit einer Boxerin zu teilen. Ich saß völlig frustriert unten im Publikum und musste gleich noch den nächsten Tiefschlag verdauen. Denn ein Journalist wagte es, eine Frage zum Kampf zwischen mir und Viktoria Pataki zu stellen. Dieser Bürgermeister-Schnösel wischte die Frage mit einer Handbewegung vom Tisch und sagte: „Frauen gehören nicht in den Boxring. Frauen gehören in die Küche und sollten sich ansonsten schön halten für die Männer.” 2003, S. 141;

nach oben Anm. FK:
das war im Jahre 1998 nicht 398 n.Chr., also zur Zeit der Spätantike, wo es bestens hingepasst hätte)

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„Was hättet se gärn?”

Zum Kampf von Wladimir Klitschko gegen Fabio Moli

Bei uns im Schwobaländle wird Freundlichkeit groß geschrieben. Einkaufen ist, so man die Sprache versteht und etwas Geduld mitbringt, deshalb eine angenehme Sache. Ob am Wurststand, an der Käsetheke oder sonst wo. Überall kommt zuerst dieses freundliche „Was hättet se gärn?” (Hochdeutsch: „Was wünschen sie?”) oder „Wie hättet se’ s gärn?” (Hochdeutsch: „Wie möchten sie das am liebsten haben?”) Letzteres bezieht sich darauf „wie” sie zum Beispiel Käse oder Wurst haben wollen. Am Stück? Geschnitten? Fein geschnitten? Wie fein? Dick geschnitten? Wie dick? Die freundliche Verkäuferin wird in jedem Falle all ihren Wünschen nachkommen.

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Der schöne, junge Klitschko und sein hässliches, altes Frauenbild

(Vorsicht Glosse!)

In einem Interview der Zeitschrift WOMAN sagte Wladimir Klitschko im Jahre 2003 auf die Frage, welche Schönheitsoperation er machen lassen würde, wenn er einen Gutschein bekäme:

Ich würde den Gutschein weiterverschenken, wohl an eine Frau. Ich möchte die Frauen nicht beleidigen, aber ich glaube, dass Schönheit für sie einfach wichtiger ist. Ein Mann muss nur ein bisschen hübscher als ein Affe sein, dann reicht das schon.”

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S(chw)achverstand mancher Männern in Sachen Frauenboxen

oder

„Alles Schlampen außer Mutti!”

„ Wenn ich eine Frau mit Blut im Gesicht sehen will, dann gehe ich in die Küche oder ins Schlafzimmer, schon werde ich fündig.”
( Sven Gramatke, 31.8.2002 )

Wer das Eingangszitat liest, kommt womöglich nicht von alleine auf die Idee, dass es im Artikel des Urhebers, dem das Zitat entnommen ist, um Frauenboxen gehen könnte. Soll es aber!

Die erste Assoziation: „ das ist bestimmt ein gestörter Sadist ”, ist vermutlich auch gar nicht so verkehrt. Doch sehen wir uns das Werk an und versuchen etwas daraus zu lernen. Nämlich: Wie sehen ( manche ) Männer das Frauenboxen?

Der hier war nämlich wenigstens so mutig, das schriftlich zu fixieren. Andere geben Ähnliches nur mündlich von sich ( und ich habe nicht immer ein Aufnahmegerät dabei… ).

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