1000 Frauen

1000 Frauen für den Frieden: Nominationen liegen vor!

1000 Frauen

Das Schweizer Projekt «1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005» hat Nominationen von Friedensfrauen aus der ganzen Welt gesammelt. Das umfangreiche Material dokumentiere in einzigartiger Weise, was Frauen weltweit für den Frieden und die menschliche Sicherheit leisteten, schreiben die Initiantinnen.

Frauen bauen und lehnen sich auf, sie tragen zu Versöhnung bei oder kämpfen gegen Frauen- und Kinderhandel. Diese Friedensarbeit ist wichtig aber oft kaum sichtbar. Dies wollen die Initiantinnen von «1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005» ändern und suchten deshalb weltweit nach Friedensfrauen. Nun liegen die Nominationen auf dem Tisch. Berücksichtigt wurden Frauen aus 140 Ländern. Knapp die Hälfte der Nominierten arbeitet an der Basis und ist in der Öffentlichkeit unbekannt.

Bekannt gegeben werden die Namen der Nominierten erst im Juni 2005 . Für die Nomination werden drei Frauen hervorgehoben, welche die «1000 Frauen für den Frieden» repräsentieren sollen. Die Biographien der nominierten Frauen werden im Internet, in Buchform und in einer Ausstellung veröffentlicht.

Zudem werden sie wissenschaftlich ausgewertet, um neue Erkenntnisse über Methoden und Strategien der Frauenarbeit zu gewinnen.

Medienmitteilung von 1000 Frauen für den Frieden vom 18. Oktober 2004 (pdf, 2 S.)


Allgemeine Info:

Millionen von Frauen setzen sich täglich für den Frieden ein. Sie kümmern sich um Überlebende, leisten Wiederaufbau und schaffen eine neue Friedenskultur. Stellvertretend für sie sollen 1000 Frauen 2005 den Friedensnobelpreis erhalten. Dieser politische Preis soll zeigen, dass ihre Arbeit wertvoll und beispielhaft ist.

Weil ihre Friedensarbeit selbstverständlich aber meist unspektakulär ist, wird sie weder zur Kenntnis genommen noch honoriert: Seit 1901 der Friedensnobelpreis erstmals verliehen wurde, haben ihn vor allem Männer und 12 Frauen erhalten. Auch bei Friedensgesprächen verhandeln und entscheiden immer noch weit mehr warlords als peacequeens über neue politische Strukturen, Wiederaufbau und Sicherheit. Dabei beweisen Frauen täglich, wie sie mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen Friedensprogramme entwickeln und nachhaltig umsetzen können.

Im Zentrum stehen Frauen aus aller Welt und allen gesellschaftlichen Schichten - die Bäuerin, die Lehrerin, die Künstlerin oder die Politikerin - die sich für eine gewaltfreie Zukunft engagieren. Jede hat ihre eigene Geschichte, die ihr grossartige Möglichkeiten oder wenig Chancen bietet. Damit diese Geschichten und Arbeit endlich sichtbar werden, sollen 1000 Porträts dieser Frauen um die Welt gehen. Ihre 1000 Strategien der konstruktiven Konfliktbewältigung geben aber auch wichtige Impulse für die Konfliktforschung und Friedenspolitik. Deshalb wird das Projekt wissenschaftlich begleitet. Und schliesslich werden neue Friedensnetzwerke geschaffen und bestehende gestärkt.


Nomination in Oslo eingereicht

Die Organisatorinnen von «1000 Frauen für den Friedensnobelpreis 2005» haben Ende Januar beim Nobelpreiskomitee die Nomination offiziell eingereicht.

Mitunterzeichnerin ist Bundesrätin Micheline Calmy-Rey.

Die Nomination soll gemäss den Initiantinnen am Beispiel von 1000 Frauen zeigen, dass Frauen weltweit Lösungen gegen Armut und Gewalt, für Gerechtigkeit, Bildung, politische Rechte und Sicherheit erarbeiten.

Das Nobelpreiskomitee gibt seinen Entscheid Ende Oktober 2005 bekannt. Unabhängig davon werden die Porträts der nominierten Frauen in einem Buch publiziert und über Internet zugänglich gemacht.

Quelle

Pressemitteilung:

1000 Women for the Nobel Peace Price 2005

Die Namen der 1000 Frauen!

10 Jahre für die Menschenrechte - Was bleibt?

1000 Frauen für den Frieden Biographien + Porträts der Friedensnobelpreisnominierten im Internet

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