Juni 2009

An
TEDi GmbH & Co. KG,
Brackeler Hellweg 301,
44309 Dortmund,
AG Dortmund,
HRA 15612
z. Hdn. Anke Bernhardt – Kommunikation/ PR
via Mail presse@tedi-discount.com, <info@tedi-discount.com

Betreff:Big Willi Lollies“ in Ihrem Angebot

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben über unser Menschenrechtsnetzwerk erfahren, dass Sie Lutscher in Form von Riesen-Penissen in 2 Farben (natur und rot) anbieten.

Nach Jahrzehnten der Arbeit mit kindlichen und erwachsenen Opfern sexualisierter Gewalt, fragten wir uns angesichts dieser Infos und der dazu zugehörigen Bilder einfach nur, ob Sie noch alle Tassen im Schrank haben?

Und wir haben noch mehr Fragen:

Was glauben Sie, welche Zielgruppen Sie als Käufer damit anlocken und bedienen?
Möchten Sie, dass Ihre Kinder oder die Ihres weiteren Familienkreises, an einem Lollie-Penis lutschen?
Finden Sie all dies womöglich noch witzig?

Wir möchten Sie darüber informieren, dass Sie hier im wahrsten Sinne des Wortes eine Steilvorlage für pädokriminelle Täter anbieten; um es krass, deutlich und sarkastisch auszudrücken. Ist Ihnen das bewusst?

Pädokriminelle Täter benutzen u.a. Kinderfolterdokumentationen (sog. „Kinderpornos”), um Kinder gefügig zu machen. Motto:Sieh mal, das kommt sogar im Fernsehen. Das machen alle so. Es ist ganz normal.

Eine perfide und niederträchtige Masche, die bekannt ist.

Was Sie mit diesem „Angebot” nun verbrechen, ist eine Erweiterung der Vorab-Gehirnwäsche für zukünftige kindliche Opfer sexualisierter Gewalt.

Lutscher sind süß …

Geht es eigentlich noch sarkastischer und menschenverachtender?

Und noch eine Sache:

Haben Sie sich einmal überlegt, welche Auswirkungen solche „Lutscher“ auf Kinder, Jugendliche und Erwachsenen haben können, die bereits Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind?

Stichwort: Re-Traumatisierung. Das kann lebensgefährlich für einen betroffenen Menschen sein. Also ist das kein Spaß.

So zuckersüß Ihre „Lutscher” sein mögen; so perfide, menschenverachtend und lebensgefährlich sind sie in Wahrheit.

Vielleicht sehen Sie in Ihren eigenen Reihen einmal nach, wer auf diese Idee mit dem „Lollies“ gekommen ist? Das wäre doch interessant.

Wenn der Verkauf auch erst ab 18 Jahren gestattet ist, so ist dies logisch und zugleich nutzlos. Die Tätergruppen sind ja in der Regel über 18 Jahre …

Und genau diese werden diese „Lollies“ früher oder später für Kinder „erreichbar machen“, weil sie ihnen als „Werkzeuge“ dienen; wie oben skizziert.

Verstehen Sie ansatzweise, wovon wir reden?

Wir fordern Sie auf:

diese „Lollies“ sofort aus allen Ihren Filialen zu entfernen und zu vernichten, freiwillig an Vereine eine Spende zu entrichten, die gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder kämpfen, in Ihren eigen Reihen einmal genau nachzusehen und sich einmal Gedanken darüber zu machen, was die Kinder unserer Welt verdient haben und was nicht.

Mit freundlichen Grüßen!

Monika Gerstendörfer
Dipl.-Psych.

(ehemaliger Verein) Lobby für Menschenrechte e.V
E-mail: beate@beate-blumenthal.ch

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