Galey, Iris
Ich weinte nicht als Vater starb
Piper Verlag, München 1991; ISBN 3 492 11476 8

Vorwiegend Frauen haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, daß die aktuelle Problematik von Kindesmißbrauch und Inzest einer etwas breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Neuere Studien und Untersuchungen belegen, daß Kindesmißbrauch in viel erschreckenderem Ausmaß stattfindet, als je angenommen wurde. Trotzdem ist das Schreiben über Inzest immer noch ein kaum angetastetes Tabu. Veröffentlichung kann aber für die Opfer die Ermutigung sein, die lähmende Scham zu überwinden durch Mit-Teilen ihres Schmerzes. Iris Galeys Buch ist wohl auch deshalb zum Welterfolg geworden, weil es nicht allein für die Autorin, sondern auch für Leser mit einem ähnlichen Schicksal Befreiung vom Schweigen bedeutet. Iris Galey macht uns zu Zeugen einer verratenen Kindheit, die wie ein Alptraum ihr späteres Leben zeichnet. Iris Galey war 14, als sie das Geheimnis preisgab. Zwei Tage später erschoß sich der Vater. Sie wurde in ein Mädcheninternat gesteckt, und sie sprach nicht mehr davon, und niemand sprach mit ihr. Erst 40 Jahre später begann sie, die Tragödie ihres Lebens aufzuschreiben. Sie sagt heute: „Wenn mehr Frauen und Männer, die so etwas erlebt haben, offen darüber reden würden, könnte man viele Vergewaltigungen verhindern. Wir müssen uns zeigen, damit wir anderen helfen können.
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Buchcover Masur, Olga
Ich wollt' ich wär' die Letzte. Kindesvergewaltigung und die Zeit danach.
Ein authentischer Bericht; Eigenverlag, Hamburg 1998; ISBN 3-00-002574-X

Die vorliegende Autobiographie überzeugt durch ihre ursprüngliche Sprache, eine Sprache, die das Grauen sexueller Gewalt in der Kindheit nahezu mit-leiden läßt. Die Autorin läßt die Leserin und den Leser gleichsam mit sich aufwachsen. An passender Stelle sind statistisches Zahlenmaterial und wissenschaftliche Forschungsergebnisse in den Text eingeflochten, die den gesellschaftlichen Zusammenhang dieses Verbrechens deutlich machen. Das Buch spannt so den Bogen zwischen Biographie und Dokumentation. Das Buch ließt sich sehr leicht und - trotz des Themas - heiter; ich mußte mich beim Schreiben ja auch bei Laune halten ;-)))) Der Druck wurde übrigens von Jan-Philipp Reemtsma finanziert. Gewinn werde ich beim Verkauf nicht machen, trotzdem freue ich mich natürlich über jede Form von Bekanntmachung.
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Achtung Wichtig
Diese Seite ist KEINE Meldestelle für Darstellungen sexueller Gewalt (Kinderpornografie).

Fastie, Friesa
Zeuginnen der Anklage,

Die Situation sexuell mißbrauchter Mädchen und junger Frauen vor Gericht
Orlanda Frauenverlag, Berlin 1994, ISBN 3 929823 08 X

Was geschieht, wenn der sexuelle Mißbrauch von Mädchen bekannt wird? Immer noch führen die wenigsten Fälle zur Anzeige, noch weniger zur Gerichtsverhandlung und Verurteilung der Täter. Die Autorin, die als Prozeßbeobachterin an zahlreichen Gerichtsverhandlungen zu sexuellem Mißbrauch teilnahm, mußte feststellen, daß Mädchen und Frauen meist nicht ausreichend vorbereitet sind. Allzuoft ist eine erneute Traumatisierung die Folge. Hier sind Aufklärung und intensive Betreuung erforderlich. „Eine Lektüre für Betroffene und professionelle Helferinnen, die eine Brücke schlägt zwischen juristischer Information und der Praxis in der Mädchenarbeit” (Barbara Kavemann )
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Fraser, Sylvia
Meines Vaters Haus,
Die Geschichte eines Inzest
Fischer TB; Frankfurt 1990, ISBN 3 596 24751 9

An der Oberfläche ist dies die Geschichte einer Familie der Mittelschicht in Kanada - einer Familie, die regelmäßig die Kirche besucht, der Vater Schichtarbeiter in der Stuhlfabrik, die Mutter eine zuverlässige Hausfrau mit Prinzipien. Unter der glatten Oberfläche verbirgt sich ein häßliches Familiengeheimnis: Der Vater mißbraucht seine jüngere Tochter sexuell. Mit unbedingter Offenheit und sehr viel Mitgefühl, ohne die blinde Wut, die wir erwarten würden, wenn wir ihre Geschichte erfahren, schreibt die Autorin ihre unfaßlichen Erinnerungen auf. Erinnerungen, die ihr bis zum Tod des Vaters, bis sie über 40 Jahre ist verschlossen bleiben. Das kleine Mädchen schützt einen Teil ihrer selbst vor der Wahrnehmung des Geschehens, indem sie ihre Persönlichkeit teilt: Das wissende stellt sich vor das nichtsahnende Mädchen, wenn der Vater sich ihr sexuell nähert. Aber trotz dieses Schutzschildes dringen Spuren der Mißbrauchsbeziehung an die Oberfläche.
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Buchcover von Catherine Barneron:
Mauern des Schweigens
ISBN 3-404-61450-X

Catherine wurde sechs Jahre lang von ihrem vermeintlichen Vater geschlagen und sexuell missbraucht. Ihre Mutter haßt das Mädchen so sehr, dass sie toleriert was man mit ihr anstellt. Als Erwachsene versucht sie nun ihrer Vergangenheit auf die Spur zu kommen und mehr über ihre Herkunft zu erfahren.
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Moggach, Deborah
Rot vor Scham,
Geschichte einer zerstörten Unschuld
rororo; Hamburg 1990; ISBN 3 499 15559 1
Er brauchte mich nie zu etwas zu zwingen, niemals. Wir hatten unser geschütztes Inneres voreinander bloßgelegt, niemand anders würde das je zu sehen bekommen, und was geschehen war, würde uns bis zum Tod begleiten.” Schuld und Schamgefühle beherrschen das Leben dieser jungen Frau, die über Jahre von ihrem Vater sexuell mißbraucht wird. Eindringlich und doch behutsam schildert die Autorin diese Erfahrungen aus der Sicht der Betroffenen. Sie zeigt, wie das kindliche Vertrauen zum Vater langsam zerbricht, in Selbstverachtung umschlägt und so eine lebenslange gegenseitige Abhängigkeit bestehen bleibt. Hier wird das Schweigen gebrochen über ein Tabu. Die einfühlsame Erzählweise zieht den Leser in den Bann und macht Momente sichtbar, die an die eigene Geschichte rühren.
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Spring, Jacqueline
Zu der Angst kommt die Scham,
Die Geschichte einer sexuell mißbrauchten Tochter
Verlag Kösel, München 1988, ISBN 3 466 34200 7

Als Kind sexuell mißbraucht worden zu sein, ist eine traumatische Erfahrung, die bis ins Erwachsenenleben hineinreicht. In diesem Buch schreibt eine Betroffene, der es erst als erwachsene Frau gelang, sich von ihren ängsten und Schuldgefühlen sowie ihrem Selbsthaß zu befreien. Obwohl Inzest zu den schlimmsten Erfahrungen gehört, zeigt Jacqueline Spring sehr einfühlsam, daß es möglich ist, diese seelischen Schmerzen zu heilen
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Buchcover Martha Schalleck
600Taschenbuch, Euro 24,80
Rotkäppchens Schweigen
Wenn heute ein Kind in ihrer Umgebung missbraucht wird: Wie wahrscheinlich ist es, dass es jemandem davon erzählt, dass es Hilfe erhält und dass außerdem der oder die TäterIn davon abgehalten wird, weiter Kinder zu missbrauchen? Es ist viel zu wahrscheinlich, dass nichts dergleichen passiert, so die These von Martha Schallecks Buch Rotkäppchens Schweigen.
Anhand vieler praktischer Beispiele zeigt die Autorin, warum heute ein Schutz der Kinder so schwierig ist. Sie räumt dabei mit einer Reihe von grundlegenden Vorurteilen und Fehlinformationen auf. Martha Schalleck hat in mehrjähriger Recherche zusammengetragen, was jeder über sexuellen Missbrauch, seine Folgen und seine Vertuschung wissen sollte, zum Beispiel:
Wer sind die Täter? Wie manipulieren sie die Kinder? Wie täuschen sie Außenstehende? Wie stoppen sie Kinderschützer und Therapeuten, die Opfern helfen?
Die Autorin stieß bei ihren Recherchen auf skandalöse Zustände, unter anderem auf eine angebliche wissenschaftliche Schule, die Kindesmissbraucher schützt.

Weitere Informationen


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Hinweis:
Das Trauma des sexuellen Missbrauchs überwinden Text von Herrn Prof. Dr. Franz Ruppert
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anti-Kinderporno

Buchcover Bass, Ellen; Davis, Laura
Trotz allem,
Wege zur Selbstheilung für sexuell mißbrauchte Frauen
Orlanda Frauenverlag, Berlin 1997 (aktu.Aufl.); ISBN 3 922 16661 X

Schritt für Schritt weisen die Autorinnen dieses Handbuches Wege aus oftmals aussichtslos erscheinenden Situationen. Sie stellen den Prozeß der Heilung von den Folgen sexuellen Kindesmißbrauchs verständlich und einfühlsam dar: angefangen vom Zweifel, ob es wirklich geschehen ist, über die Konfrontation mit Täter und Familie bis zur Veränderung selbstbehindernder Verhaltensmuster. Trotz Allem beschönigt nicht und zeigt doch, daß Frauen die Folgen von sexuellem Kindesmißbrauch bewältigen können - jede auf ihre Weise.
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Buchcover Enders, Ursula (Hrsg.)
Zart war ich Bitter war`s;
Sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen, Erkennen Schützen Beraten
Volksblatt Verlag, Köln 1990; ISBN 3 923243 47 2

Bei sexuellem Mißbrauch bleiben Opfer in ihrer Not allein. Doch auch Mütter, Väter, Pädagoginnen, ärztinnen und Juristinnen spüren bei der Konfrontation mit sexueller Gewalt gegen Kinder ihre Sprachlosigkeit und Ohnmacht. Das Buch will helfen. Es beschreibt nicht nur Ursachen, Ausmaß und Folgen des sexuellen Mißbrauchs an Mädchen und Jungen, sondern vermittelt vor allem konkrete Anleitungen für die praktische Arbeit mit Betroffenen. Aus dem Inhalt: Was tun, wenn ich sexuellen Mißbrauch vermute; Wie Täter sich verraten...; Beratung und Therapie der Mütter; Interventionsschritte des Jugendamtes; Strafanzeige: Ja / Nein; Diagnosemöglichkeiten des Kinderarztes; Sexueller Mißbrauch an Jungen; Psychodrama mit einem sexuell mißbrauchten Mädchen; Präventionsarbeit in Kindergarten und Schule; Ideen für den Erziehungsalltag.
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Buchcover Davis, Laura
Verbündete,
Ein Handbuch für Partnerinnen und Partner sexuell mißbrauchter Frauen und Männer
Orlanda Frauenverlag, Berlin 1992, ISBN 3 922 16681 4

Laura Davis wendet sich an eine bislang übersehene Gruppe: die Partnerinnen und Partner von Überlebenden sexuellen Mißbrauchs. Im ersten Teil des Buches beantwortet sie Fragen von Partnerinnen und Partnern, bei denen diese Hilfe und Unterstützung suchen: „Müssen wir ständig über Mißbrauch reden? Gibt es kein anderes Thema mehr?” „Wird es je eine lustvolle Sexualität für uns geben?” „Ich nehme immer nur Rücksicht. Wann bin ich mal dran?” Laura Davis zeigt, wie Partnerinnen und Partner ihre Geliebten im Umgang mit ihren Gewalterfahrungen unterstützen können, ohne jedoch ihre eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Im zweiten Teil des Buches kommen acht Partnerinnen und Partner von Überlebenden mit ihren Lebensgeschichten, ihren Hoffnungen, ihren Schwierigkeiten und ihrer Liebe zu Wort.
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Buchcover Hassenmüller, Heidi
Gute Nacht Zuckerpüppchen
rororo Verlag, 1989; ISBN 3 499 20614 5

Die Geschichte des Mädchens Gaby, das viele Jahre hindurch von ihrem Stiefvater sexuell mißbraucht wurde, hat die Autorin selbst durchlebt: „Es ist die Geschichte meiner Jugend, die ich nicht hatte. Ich habe sie für all die Mädchen geschrieben, die in der gleichen ausweglosen Situation sind. Durchbrecht das Schweigen und ruft um Hilfe. Immer wieder, bis man euch hört.
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Haustein, Beatrix
Purpurrot, Inzest ist Mord an der Seele
Zytglogge Verlag Bonn 1994 ISBN 3 7296 0476 7

Ihre Gedichte sind Schreie gegen ungehörtes, gegen unerhörtes Leid. Sie machen fassungslos. Der Wut folgt der Mut, das Schweigen nicht mehr zuzulassen, dieses Schweigen, das die Peiniger schützt und das Leid in ihre Opfer verschließt. Aus dem Nachwort von Iris Galey: „Beatrix Haustein schafft es mit ihren Gedichten, den Leidensdruck in positive Energie umzusetzen
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Terr, Leonore
Schreckliches Vergessen,
heilsames Erinnern; Traumatische Erfahrungen drängen ans Licht
Droemer Verlag, München 1997 (1995), ISBN 3 426 77259 0

Was steckt dahinter, wenn sich Erwachsene plötzlich an sexuelle Übergriffe in der Kindheit erinnern? Ein erbitterter Streit ist entbrannt: Gibt es das vollkommen vergessene traumatische Erlebnis, den verdrängten Mißbrauch, der plötzlich ans Licht kommt?
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Karedig, Anne
Weh dem, der mich berührt;
Bewältigung eines Inzesttraumas
TB Fischer, Frankfurt 1994; ISBN 3 596 1844 1

Mißhandlungen und sexueller Mißbrauch durch den geliebten Vater haben das Leben der Autorin fast zerstört. Aber nicht der Inzest selbst, sondern seine Folgen im Erwachsenenleben und deren Überwindung stehen im Mittelpunkt dieses erschütternden Buches. Es ist ein ehrlicher Bericht, der Mut macht, sich der eigenen Geschichte zu stellen, darüber zu reden und sie zu verarbeiten.
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Lison, Karla; Poston, Carola
Weiterleben nach dem Inzest; Traumbewältigung und Selbstheilung
TB Fischer, Frankfurt 1992, ISBN 3 596 10422 X

Der Inzest ist eine Erfahrung, die das Leben von Frauen so tiefgreifend beeinträchtigt wie kein anderes emotionales Erlebnis. Angst, Unsicherheit, Mißtrauen, Vereinsamung, schwerste psychosomatische Krankheiten sind einige Folgen, die dieses schreckliche Kindheitstrauma nach sich zieht. In diesem Buch erzählen Frauen davon, wie sie den Inzest erlebt haben und wie es ihnen gelungen ist, dieses Trauma und seine Folgen zu bewältigen: durch radikale Ehrlichkeit sich selbst und ihren Angehörigen gegenüber, durch unendliche Geduld und große Kraft. Wir erfahren, wie Frauen sich von einer zerstörerischen Erfahrung befreien und den Weg zurück ins Leben gefunden haben. So berichtet dieses Buch zugleich auch vom weiblichen Stärken: von Sensibilität, Phantasie, Überlebenswillen. Die persönlichen Erinnerungen einer der beiden Autorinnen, sie selbst von ihrem Vater als Kind mißbraucht wurde, Tiefeninterviews mit 50 betroffenen Frauen, ein umfassendes Selbsthilfeprogramm sowie sie neusten Forschungsergebnisse sind in diesem Buch auf eindrucksvolle Weise miteinander verbunden.
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Wirtz, Ursula
Seelenmord; Inzest und Therapie
Kreuz Verlag, Zürich 1993, 6-Aufl., ISBN 3 268 00080 0

Inzest ist ein Angriff auf die menschliche Würde, auf die seelische und körperliche Integrität und damit die Identität der Mißbrauchten. Inzest ist Seelenmord. Die traumatischen Auswirkungen sexueller Ausbeutung haben ähnlichkeit mit den psychischen Folgeschäden bei KZ-Opfern, und vergleichbar sind auch die kollektive Verdrängung und die Hilflosigkeit von Fachleuten angesichts dieses Traumas. Die Autorin setzt sich mit den verschiedenen Möglichkeiten der Therapie mit Inzestbetroffenen auseinander und stellt dabei auch die brisante Frage, warum Inzestopfer so häufig von ihren Therapeuten erneut mißbraucht werden. In der Therapie, so Ursula Wirtz, geht es um die Suche nach der gemordeten Seele, nach dem wahren Selbst. Sie zeigt, wie sexuell mißbrauchte Frauen aus ihrer seelischen „Totenstarre” herausfinden und ihren Gefühlen und ihrem Körper wieder näherkommen können. Mit der Frage nach dem Sinn und der Möglichkeit des Heilwerdens wird auch die spirituelle Dimension des Inzestthemas berührt. Ein Buch für Menschen, die in ihrer psychischen Integrität verletzt worden sind, und für alle, die Inzestbetroffene dabei begleiten, das Trauma zu bewältigen und in ihren Lebenskontext zu integrieren.
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Buchcover Adolf Gallwitz(Manfred Paulus):
Die Kinder-Sex-Mafia in Deutschland
Täterprofile, Pädophilenszene, Rechtslage
Ullstein 1999, 234 S.
ISBN 3-548-35811-X,

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt ... ” Auf Kinder werden diese Grundsätze leider oft weniger bezogen. Rund 50 000 ständige Konsumenten kinderpornographischer Erzeugnisse soll es unter den Pädophilen in Deutschland geben. Diese Zahl ermittelten die Autoren anläßlich ihrer Kinder-Sex-Studie. Adolf Gallwitz, Professor für Psychologie, Psychotherapeut, Polizeipsychologe, und Polizeipraktiker Manfred Paulus sahen sich in der Bundesrepublik Deutschland in der Pädophilen- und Päderastenszene um. Sie kamen erschütternden Fällen von Kindesmißbrauch auf die Spur, der heute nicht zuletzt durch das Internet fast unüberschaubare Ausmaße angenommen hat. Wer sind die Täter? Wer sind die Opfer? Wie ist die Rechtslage? Wie ist der Kinde-Sex organisiert? Was kann die Gesellschaft dagegen tun? Wie sind Täter und Opfer zu erkennen?

Auf diese und viele andere Fragen zu diesem brisanten Thema geben die Autoren kompetent Auskunft. Sie beweisen: Kinderschänder sind keine versprengten Einzeltäter, sondern hochmotivierte Mitarbeiter einer Firma, die systematisch Kinder jagt, vermittelt und verkauft. Und der Markt selbst ist neutral und gehorcht marktwirtschaftlichen Gesetzen.

Trotz des hohen informativen Wertes des Buches verbergen Gallwitz und Paulus nicht, wie sehr ihnen die Bekämpfung der Verbrechen an Kindern am Herzen liegt. Da sei ihnen Ironie verziehen: „Im Bereich des Handels mit Frauen und Kindern geht es um Sex, endlich wieder Phantasien ausleben können, so wie man es gerne hätte, ohne alle diese lästigen Probleme des normalen Lebens, alle diese sonstigen heuchlerischen Rücksichtnahmen und ohne den guten Eindruck. Man gönnt sich ja sonst nichts! Und alles bitte so befriedigend wie möglich, so billig wie möglich! Kleine Mädchen, kleine Jungen, unverbrauchte Jugendliche, junge Frauen ...
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