Richard Wolf
Anmerkung der Anthologie-Redaktion:
Vorsicht Trigger! Betroffene mögen dies bedenken,
wenn sie den folgenden Text lesen.

MG

Richard Wolf •  D- 64334 Seeheim

Vorbemerkung:

Einmal zeigte mir jemand Bilder aus dem World Wide Web. Bilder von Kindern und von Männern, wie sie Dinge miteinander tun, die Kinder und Männer für gewöhnlich nicht miteinander tun. Genaugenommen sah ich nur die Kinder, von den Männern waren nur die Geschlechtsteile oder andere barbarische Instrumente ihrer Körper zu sehen, mit denen sie die Kinder malträtierten. Ich sei Schriftsteller, sie fand, ich solle darüber schreiben.

 

Michaela Huber

Traumaarbeit im Kosovo

#at von Michaela Huber



Im Haus der Provider

Traumaarbeit im Kosovo

Über die gefährliche Vermischung der Kategorien „Sexualität“ und „Gewalt“
oder
Warum sexualisierte Gewalt nichts mit Sexualität zu tun hat

Über die Verstümmelung von Hermaphroditen
#ante Erinnern Sie sich noch an die Bilder, die uns im April  1999  über die Fernsehanstalten ins Wohnzimmer flimmerten? Krieg im Kosovo! Menschen, die im letzten Winterschnee abwechselnd vor den Kanonen und Gewehren der Serben und den Bomben der Nato fliehen. Ich weiß nicht, was Sie dachten, als Sie - wie wir alle - realisieren mussten, dass hier die Deutschen zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg wieder an einem Angriffskrieg beteiligt waren, diesmal im NATO-Verbund und auf Beschluss der ersten Rot-Grünen-Regierung.


Monika Gerstendörfer
Über die gefährliche Vermischung der Kategorien „Sexualität“ und „Gewalt“
        oder
          Warum sexualisierte Gewalt nichts mit Sexualität zu tun hat


Am Türschild steht: „Vermischung der Kategorien „Sexualität“ und „Gewalt“ durch unsere Sprache.
Sprache schafft Wirklichkeit/en und spiegelt sie wider! .... Wittgenstein.
Tucholsky: „Sprache ist eine Waffe.“
Die (Gewalt-)Wirklichkeit sieht so aus: Die von uns verwendete Sprache beschreibt sie nicht. Sie nennt die Dinge nicht beim Namen.

Die Gewaltwirklichkeit hat mit „Sex, Trieb, Schändung und Tourismus“ nämlich nichts zu tun. Wer das behauptet oder meint, sitzt einem fatalen Irrtum auf und propagiert einen Mythos, der weder das weit verbreitete Unwissen noch die ebenso verbreitete Gewalt jemals beseitigen, sondern aufrecht erhalten wird.

Georg Klauda

Uber die Verstümmelung von Hermaphroditen


Vortrag gehalten am 31.10.02
Georg Klauda
 
Ich möchte meinen Beitrag über die Verstümmelung von Hermaphroditen beginnen, indem ich auf die Gefahr der Projektion hinweise. Wir neigen dazu, Dinge einzig in einem uns vertrauten Koordinatensystem wahrzunehmen und Probleme auf einen Gegenstand zu projizieren, die nicht die des Gegenstandes selber sind. Wenn wir dann beginnen, über das Thema zu sprechen, sei es als JournalistInnen, AkademikerInnen oder politische AktivistInnen, besteht die Gefahr, dass die von uns konstruierte Problematik die Stimmen derjenigen überlagert, die aus erster Hand über ihre Erfahrungen berichten wollen.



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